Leitbild des TIO e.V.

TIO e.V. wurde 1984 als gemeinnütziger Verein in Kiel gegründet.

Zweck des Vereins ist die kulturelle und soziale Förderung aller Migrantinnen ohne jede Einschränkung hinsichtlich Herkunft, Alter, Religionsgemeinschaft oder politischer Zugehörigkeit in Deutschland.

TIO e.V. strebt die Verbesserung der Lebenssituation der Migrantinnen an.
Auf der gesellschaftlichen Ebene soll insbesondere darauf hin gewirkt werden, dass das Selbstbestimmungsrecht für Frauen und Mädchen und ihre Integration verbessert wird.
Öffentlich will TIO e.V. die sozialen und politischen Interessen von Migrantinnen vertreten um auf eine Verbesserung der Lebenssituation von Migrantinnen hinzuwirken.
Dabei wird auch eine interkulturelle Öffnung der Mehrheitsgesellschaft angestrebt.
Offenheit, Parteilichkeit für Frauen, Toleranz, demokratische Teilhabe und gesellschaftliche Verantwortung sind die Basis der Arbeit von TIO e.V.

Die Umsetzung dieser Ziele erfolgt durch unsere Angebote, die je nach Bedarf und Entwicklung auch variieren können.
Die Arbeit im TIO e.V. ist von besonderer Vielfältigkeit gekennzeichnet. Die Schwerpunkte liegen jedoch überwiegend in der Bildungs- und Beratungsarbeit, sowie in der Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit.

Mitglied ist TIO e.V. im Paritätischen Wohlfahrtsverband.
Der Verein TIO e.V. ist zudem zum Zweck der fachlichen Stärkung durch Informationsaustausch und Zusammenarbeit mit verschiedenen Vereinen, Institutionen und in Zusammenschlüssen vernetzt.
Dies findet vor allem auf zwei Ebenen statt. Diese sind zum einen andere Institutionen aus dem Bereich der Migrationsarbeit (Beratung und Bildung) und zum anderen Facheinrichtungen für Frauen.
Auch in dieser Arbeit versteht sich TIO e.V. als Interessenvertretung für Migrantinnen und deren frauenspezifischen Interessen.

TIO e.V. wird durch öffentliche Zuwendungen, Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Entgelten für Dienstleistungen finanziert.
Eine sachgerechte und rechtmäßige Verwendung wird durch interne und externe Prüfungen kontrolliert.
Eine stabil hohe Qualität des Angebotes wird durch permanente Qualitätsentwicklung gewährleistet.
Der Verein hat sich bewusst dafür entschieden, dass Frauen mit Migrationshintergrund für Migrantinnen arbeiten.
Durch diese eigene Betroffenheit haben sie eher Verständnis für migrationsbedingte Probleme und können somit die Interessen der Migrantinnen besser vertreten und sind dabei glaubwürdiger.
Dies hat sich durch langjährige Erfahrungen bestätigt.

TIO e.V. bietet telefonische und persönliche Beratung und Begleitung für alle Lebenslagen von Migrantinnen.
Es gilt gerade die Angst vieler Frauen vor der aktiven Teilnahme am Leben, gekoppelt mit Ohnmachts- und Apathiegefühlen aufzubrechen.
Die Frauen werden zum selbstverantwortlichen Handeln ermutigt, sie werden bestärkt eigene Bedürfnisse und Interessen zu entwickeln und dabei die Initiative zu ergreifen.
Meist steht das im Widerspruch zu den patriarchalisch kulturellen Traditionen der Herkunftsländer, von denen sie geprägt sind.
Die Beziehung und das Vertrauen in die interkulturelle Verständigungsmöglichkeit der Beraterin und der Klientin spielt dabei eine wesentliche Rolle.
Dabei ist sowohl die Möglichkeit für die Klientin in ihrer Muttersprache zu reden, als auch das Hindergrundwissen der Beraterin von großer Bedeutung, denn es schafft auf beiden Seiten Sicherheit, Akzeptanz, signalisiert Interesse und vermittelt ein Gefühl von Vertrautheit.

Die Bildungsarbeit bietet den Migrantinnen, die ihr Leben verantwortlich gestalten wollen und sich den Anforderungen, der Gesellschaft, Beruf und Alltag stellen und diese bewältigen wollen, eine Chance, sich in die hiesige Gesellschaft zu integrieren.
Je nach Zielgruppe bietet TIO e.V. entsprechende Bildungsangebote an, und orientiert sich möglichst nah an den Bedürfnissen der Migrantinnen, um mögliche Bildungslücken zu schließen.
Da Migrantinnen mit Kindern stärker benachteiligt sind, an solchen Kursen teilzunehmen, bietet TIO e.V. eine Kinderbetreuung für Kinder unter 3 Jahren vor Ort an, damit auch diesen Frauen keine Hindernisse im Weg stehen.

TIO e.V. besteht aus einem sehr kompetenten, flexiblen und motivierten Team von hauptamtlichen und auf Honorarbasis tätigen Mitarbeitern mit langjähriger Berufserfahrung.
Unser Team zeichnet sich durch eine hohe interkulturelle Kompetenz aus, unsere Mitarbeiterinnen bringen zudem eigene Migrationserfahrungen mit, die unserer Arbeit auf allen Ebenen zugute kommt.
TIO e.V. ist nicht nur ein Treffpunkt sondern auch ein Ort, wo kulturelle Vielfalt täglich gelebt wird.
TIO e.V. orientiert ihre Arbeit an einem Konzept für „Gelungenes Lernen“.
Die Teilnehmerinnen lernen eigenverantwortlich und selbstbestimmt um ihr Wissen und Können zu erweitern.
Sie schöpfen dadurch Mut und Motivation für das Weiterlernen.

Definition für gelungenes Lernen:
TIO e.V. bietet den Rahmen für gelungenes Lernen, indem es den Frauen eine Treffpunktmöglichkeit bietet.
So gehört z.B. das wöchentliche Frauenfrühstück dazu, es bietet den Frauen die Möglichkeit, sich zu treffen und sich gegenseitig über bestimmte Themen auszutauschen.
Die Themen werden meist von den Migrantinnen selbst gewählt, sie können sich mit Frauen aus unterschiedlichen Kulturkreisen treffen und austauschen.
Über diesen Austausch von Kontakt- und Informationsmöglichkeiten können die Frauen gemeinsam Alltagsbewältigungsstrategien entwickeln und einüben.
Sie bestärken sich gegenseitig und lernen gemeinsam voneinander.

Die Frauen lernen gemeinsam und entwickeln eine Neugierde zu weiteren, ihnen unbekannten Themen.
Lernen ist für uns dann gelungen, wenn die Frauen, sich weiter entwickeln, dass gelernte im Alltag umsetzen können und sich dadurch in das Gesellschaftsleben integrieren können.

Definition für die einzelnen Sprachenbereiche:

Allgemeine Definition:
Der Europäische Referenzrahmen definiert und gibt die zu erreichenden Lernziele vor.
Darüber hinaus ist Lernen dann gelungen, wenn die Lernenden die Sprache gerne sprechen und anwenden können und so in ihrem Alltag eigenständig handeln können.

Frauenntegrationskurse über das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).
Die Teilnehmerinnen haben die Grundstufe mit 600 bzw. 900 Unterrichtseinheiten abgeschlossen und Stufe B1 des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen erreicht.
Das „Zertifikat Deutsch“ haben sie durch den erfolgreichen Abschluss der Prüfung erworben.
Mit dem anschließenden Orientierungskurs mit 60 Unterrichtseinheiten "Leben in Deutschland" sind sie über wesentliche Strukturen des Aufbaus der deutschen Gesellschaft informiert.



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